Inhalte und Ablauf der Prüfung

Sie können sich als ELE für Innen- und/oder Außenbeleuchtung prüfen und zertifizieren lassen. Geprüft wird auf Grundlage der von der ELEA festgelegten Lernziele, die insgesamt rund 150 Einzelthemen umfassen. Das Spektrum reicht von den Grundlagen bis zu Beleuchtungsplanung und -gestaltung. Beurteilt wird nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Fähigkeiten.  

Inhalte

Das Spektrum der zu beherrschenden Themen reicht von den Grundlagen der Lichttechnik, der Elektrotechnik, Lichtquellen und Leuchten über die Beleuchtungsplanung und -gestaltung, die Ausführung, den Betrieb und die Sanierung von Beleuchtungsanlagen bis zu den lichttechnischen Messungen in der Innen- und Außenbeleuchtung. Die ausführlichen Lernziele sind für alle Mitglieder verbindlich festgelegt und werden den aktuellen Entwicklungen folgend ständig angepasst.

Ablauf

Die nationalen Mitgliedsgesellschaften bieten regelmäßig gesonderte Prüfungen für Innen- und Außenbeleuchtung an. Die Prüfung besteht aus der Präsentation einer vorher zu erstellenden Projektarbeit. Im Anschluss folgt ein auf die Inhalte der Projektarbeit und der Lernziele bezogenes Fachgespräch. Es wird bewusst keine Multiple-Choice-Prüfung durchgeführt. Nur so kann auch das von der ELEA festgelegte anspruchsvollste Kompetenzlevel geprüft und den Kandidat*innen bestätigt werden.

Qualitätsmanagement

Die einheitliche und ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen wird von der Qualitätssicherungskommission (QSK) der ELEA überwacht. Diese ist unabhängig und nicht weisungsgebunden an den Vorstand und das Executive Committee der ELEA.

Kompetenzlevel

Für das Bestehen einer Prüfung zum European Lighting Expert Innenbeleuchtung oder Außenbeleuchtung genügt auswendig gelerntes Wissen nicht. Die Lernziele sind mit individueller Denkleistung zu erarbeiten, damit die erforderliche Kompetenz erreicht wird.

Die Lernziele werden deshalb nach ihrem Grad der zu erreichenden Kompetenzen klassifiziert. Für die Prüfung kommen die folgenden drei Schwierigkeitsstufen zur Anwendung: K1, K2 und K3.

  • K1 : WISSEN

    Wiedergeben von auswendig gelerntem oder durch Üben erworbenem Wissen: z.B. aufzählen, nennen, beschreiben, aufzeigen, unterscheiden, definieren, darstellen, kennen von Zusammenhängen, Gesetzmäßigkeiten und Anwendungen.

  • K2 : VERSTEHEN

    Das Gelernte wird verstanden und kann erklärt werden, auch wenn es in einem nicht bekannten Zusammenhang vorkommt: Bearbeiten von Sachverhalten und Problemen, wenn möglich aus der Praxis mit Berechnungen, grafischen Darstellungen und erläuternden Beschreibungen.

  • K3 : ANWENDEN

    Das Gelernte muss in einer neuen, bisher unbekannten Situation angewendet werden; es findet eine Übertragung von Wissen (Wissens-Transfer) in eine neue Anwendungssituation statt: Bearbeitung von mehrschichtigen Problemen, wie sie z.B. der Berufsalltag stellen kann, aus verschiedenen Lösungsmöglichkeiten die optimale finden.

Die Anforderungen steigen von K1 nach K3. Die jeweils zu erreichende Stufe ist bei den Lerninhalten des betreffenden Prüfungsstoffes angegeben.

Vorbereitung auf die Prüfung

In Vorbereitung auf die Prüfung zum ELE bietet jede nationale Lichtgesellschaft ein passendes Weiterbildungsprogramm. Neben den Grundlagen zur Licht-und Elektrotechnik werden dabei spezifische Inhalte zur Innen- und Außenbeleuchtung vermittelt. Dabei wird die Theorie durch viele praktische Übungen gefestigt.

Während Prüfungsablauf und -Inhalte bei allen Lichtgesellschaften identisch sind, können sich die angebotenen Weiterbildungsprogramme durchaus voneinander entscheiden. Je nach benötigtem Weiterbildungsumfang der Teilnehmenden kann es dadurch zu unterschiedlichen Kosten kommen.

Genaue Informationen dazu finden Sie bei der Lichtgesellschaft Ihres Landes:

LiTG – Deutsche Lichttechnische Gesellschaft e.V.

LTG – Lichttechnische Gesellschaft Österreichs

NSVV – Nederlandse Stichting voor Verlichtingskunde

SLG – Schweizer Licht Gesellschaft